Fossilien aus dem Solnhofener Plattenkalk

Die Plattenkalke von Solnhofen sind weltberühmt, vor allen Dingen wegen der hervorragend erhaltenen Fossilien. Der berühmteste Fund dürfte nach wie vor der "Urvogel"  ( "Archaeopteryx lithographica" )  sein, von dem mittlerweile im Laufe der Jahrhunderte einige Exemplare gefunden worden sind. Auch andere äußerst seltene, spektakuläre Fossilfunde, wie beispielsweise die Dinosaurier " Compsognathus longipes", "Juravenator starki" oder "Sciurumimus albersdoerferi", zeichnen diese weltweit einmalige Fundstelle aus.

 

Über die Entstehung der Plattenkalke, deren kommerzielle Nutzung und das Fossilienvorkommen, mag sich der interessierte Betrachter in der einschlägigen Fachliteratur informieren.

 

Während J. Walther in seiner Abhandlung von 1904: "Die Fossilien der Solnhofener Plattenkalke" von ca. 150 Gattungen und 350 Arten spricht ( die Insekten hatte er dabei aufgrund mangelnden Materials  nicht berücksichtigt ), geht man heute von weit über 700  beschriebenen Gattungen / Arten aus.

 

Der ambitionierte Sammler wird mit Vorfreude in's Revier aufbrechen, um Platten zu spalten und Fossilien zu suchen. Besonders der vorherige Besuch einiger Museen könnte einen gewaltigen Motivationsschub auslösen, um sich anschließend voller Tatendrang auf alte Halden zu stürzen oder sein Glück in den zahlreichen Besuchersteinbrüchen zu suchen.

 

Doch meistens erfolgt die Ernüchterung schon nach kurzer Zeit. Nach stundenlangem Spalten ist die Ausbeute eher spärlich und man versucht - schon leicht resigniert - das Revier zu wechseln. Hier kommt man dann meistens "vom Regen in die Traufe": Ein paar Kotschnüre (Lumbricaria), ungestielte Seelilien (Saccocoma), kleinere Ammoniten und mit viel Glück einige "Sprotten"  (Leptolepides sprattiformis) sind am Ende des Tages oft die einzige Ausbeute. Vielfach macht sich dann Enttäuschung breit, man fühlt sich irgendwie entmutigt. Natürlich gibt es auch Glücksfälle, wo man einen tollen Fund macht - aber das sind eher die Ausnahmen. Die Regel sieht anders aus - leider.

 

Dabei muss man bedenken, dass die ausgestellten Funde in den Museen über Jahrhunderte hinweg zusammengetragen worden sind. Die Gattungs - / Artenvielfalt ist zwar enorm, die Einzelfunde hingegen sind - bis auf die genannten Ausnahmen - äußerst rar.

 

Obwohl sich der professionelle Abbau  in den letzten Jahren aus kommerziellen Gründen stark reduziert hat, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin neue Gattungen / Arten gefunden werden.

 

Der Fund eines Säugetiers steht übrigens immer noch aus. Eine Erfolgsmeldung ist nicht ausgeschlossen, denn nichts scheint unmöglich in diesem faszinierenden, manchmal geheimnisvollen Plattenkalkrevier.

 

 

 

 

The limestone from Solnhofen are world-famous especially for its well preserved fossils. The most famous discovery may still be the Archaeopteryx ("Archaeopteryx lithographica") of whom a few examples were found within the past hundreds years. Further very unique and spectacular discoveries were also made there e.g. the dinosaurs "Compsognathus longipes", "Juravenator starki" or "Sciurumimus albersdoerferi".

 

If you want to learn more about the formation of Solnhofener limestone, its commercial use as well as its fossils, please have a look in the appropriate  specialist literature.

 

In 1904, J. Walther assumed that the fossils of Solnhofener limestone exist of approx. 150 categories and 350 species. Nowadays, the assumption goes up to more than 700 specified categories / species.

 

Ambitious assemblers will start of to Solnhofen with pleasant anticipation. Especially, when they visit the museums beforehand.

 

But unfortunately, the feeling of disillusion occurs after some time. Maybe some "Lumbricaria", "Saccocoma", ammonite or "Leptolepides sprattiformis" might be found. But of course, it is still possible to make a great discovery - but this is sadly an exemption. 

 

It must also to be considered that lots of discoveries were brought together in the museums. So, the variety of categories / species is tremendous, but stray finds are very rare.

 

Although the commercial cutback declined within the past years, it is likely that further categories / species will be find.

 

By the way, the discovery of a mammal is still outstanding. Nothing seems impossible in the fascinating and mysterious Solnhofener limestone.